Seit 1925 feiern die Katholiken das Christkönigsfest. Ursprünglich im Oktober wird das Fest inzwischen am letzten Sonntag des Kirchenjahres gefeiert. Hintergrund der Einführung war das Erlebnis des Ersten Weltkrieges und der mit ihm verbundenen tiefgreifenden Veränderungen auf der politischen Landkarte. Reiche wie z.B. das osmanische Reich, das über Jahrhunderte bestanden hatte, verschwanden von einem Tag auf den andern. Andere Länder wie z.B. Jugoslawien entstanden völlig neu und sind inzwischen auch schon wieder von der Landkarte verschwunden. Demgegenüber wollte Papst Pius XI. unterstreichen, dass das Reich Jesu Christi ein ewiges unzerstörbares Reich ist, für das es sich lohnt zu leben und sein Leben einzusetzen. Zur Zeit des Dritten Reiches hat diese Perspektive eine große Kraft entfaltet und Katholiken die Kraft gegeben, dem Regime zu widerstehen. Vielleicht kann diese Perspektive auch in den Umbrüchen unserer Zeit Halt geben und seine Kraft entfalten.