Zum Stand der Beratungen über die Herz Jesu-Kirche

 

Liebe Schwestern und Brüder,

nach unserem Gesprächsabend am 2. März 2020 im Reichswalder Pfarrheim hat sich einiges getan. Darüber möchte ich Sie heute informieren.

Sehr deutlich habe ich von diesem Abend das Votum mitgenommen, noch einmal nachzufragen, ob es zum Vorschlag des Bischöflichen Generalvikariats (BGV), die Kirche durch einen sakralen Neubau im Anschluss an das Pfarrheim zu ersetzen, nicht doch noch Alternativen gäbe. Diese Nachfrage habe ich an die entsprechende Abteilung wie auch an Weihbischof Lohmann gestellt und mit entsprechenden Argumenten unterlegt. Die Antwort auf diese Nachfrage war leider negativ. Man versicherte mir, die Argumente noch einmal intensiv abgewogen zu haben, machte aber deutlich, dass Haushaltsmittel nur für einen Neubau im räumlichen Anschluss an das Pfarrheim gewährt würden. Alles andere werde Münster nicht unterstützen, da jede Lösung, die einen Erhalt der jetzigen Herz Jesu-Kirche anstrebt, das Grundproblem nicht löse, dass sie für eine Summe saniert werden müsse, die aus der Sicht des BGV‘s nicht zu vertreten sei.

Eine im Ergebnis gleiche Antwort hat auch die Initiative von Gemeindemitgliedern erhalten, die sich im Anschluss an den 2. März gegründet und mit viel Einsatz und Engagement Argumente und Unterschriften gesammelt hat, um den Bischof zu bewegen, doch über einen Erhalt der Kirche nachzudenken.

Aufgrund dieser Sachlage geht die Meinung in unseren Gremien dahin, sich auf die Sicht Münsters einzulassen und dementsprechend tätig zu werden – auch wenn letzte Beschlüsse noch nicht gefasst sind und weiterhin Gespräche geführt werden müssen, unter anderem mit der Stadt Kleve.

Um Rückfragen Raum zu geben, vor allem aber auch um einen realistischen Blick in die Zukunft zu werfen, soll es im Herbst noch einmal einen Abend geben, bei dem neben unseren Gremien und mir auch Vertreter aus Münster anwesend sein werden.

Mir tut es sehr leid, Ihnen das heute so sagen zu müssen, aber die Wirklichkeit wird nicht leichter, wenn man sie verschweigt. Daher war es mir ein Bedürfnis, Sie über den Stand der Dinge zu informieren.

 

Ihr Pfarrer

Philip Peters